Schmoll holt Gold im Kunstturnen

Bildschirmfoto 2017-05-22 um 11.18.58.png-SLZ St. Pölten
In der Delegation der Sportunion St. Pölten freute sich Alina Schmoll (17) bei den ASKÖ Bundesmeisterschaften in Klagenfurt über Gold in der bundesoffenen Wertung Allgemeinen Klasse. Lange musste sie wieder auf diesen Erfolg warten, denn im vergangenen Jahr kämpfte sie nicht nur gegen ihre Gegnerinnen, sondern um ihre Zukunft im Kunstturnsport. Eine zähe Schulterverletzung ließ kein schmerzfreies Training in vielen Bereichen zu, was insbesondere am Stufenbarren fatal war - konnte sie doch keine neuen Elemente in ihren Kürkatalog aufnehmen und den geplanten Umstieg in die Eliteklasse vornehmen. Dafür lohnte sich der fokussiertere Trainingseinsatz bei Elementen, die keine Schulter benötigen. Am Wettkampfgerät "Boden" konnte nun der Doppelsalto stabil in die Kür eingebaut werden - was nicht zuletzt auch dem neuen Bodenstandard im Sportzentrum St. Pölten zu verdanken ist. Der Saltoaufgang auf den Balken ist ebenfalls integriert, jedoch fehlt es noch an Stabilität, wodurch Schmoll immer wieder Stürze beim Aufgang auf den Balken riskiert. Doch die SLZ-lerin mit Kunstturnbasis in den Kinderjahren, später einem Ausflug ins Karate (wo sie sogar einen EM-Vizetitel erringen konnte) und Gerätturnen (Turn10), wo sie den Österr. Meistertitel holte, hat bewiesen, dass sie zäh ist und gelernt hat, mit Biss auf ihre Ziele hinzuarbeiten. Im BORGL von Ausbildungsleiterin Agnes Hodi betreut, arbeitet sie mit ihrer Vereinstrainerin Szimonetta Lehota weiter am Feintuning. Am Erfolg konnte auch der nächtliche Einbruch im Zimmer der Kunstturnerinnen unmittelbar vor dem Wettkampftag, noch dazu während des Schlafs der nervenstarken Turnerin nichts anhaben. Kommende Woche, sofern die Forrmalitäten es zulassen, wird Schmoll in St. Petersburg erstmals internationale Wettkampfluft schnuppern. Mit an Bord wird mit Tamara Lukoyanova ein Trainerurgestein der Union St. Pölten sein. Ihre Trainerin aus Kindertagen begleitet die Delegation rund um LZ-Trainerin Agnes Hodi als Dolmetscherin.
Bild: Alina Schmoll mit Heimtrainerin Lehota