Super Leistung! Bronze in Russland!

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Selina Kickinger schafft es bei ihrem ersten Auslandswettkampf in der Erwachsenenklasse mit ihrer Stufenbarrenkür aufs Podest.

Einer persönlichen Einladung an Union St. Pöltens Trainerurgestein Tamara Lukoyanova zum 17. Int. Dityatin Cup war es zu verdanken, dass eine Delegation des LZ St. Pölten nach St. Petersburg reisen konnte. Die Wahl fiel auf die beiden SLZ-lerinnen Selina Kickinger (Union Böheimkirchen) und Alina Schmoll (Union St. Pölten), die mit Agnes Hodi (Trainerin), Martina Weinberger (Delegationsleitung und Kampfrichterin) und Lukoyanova als Dolmetscherin den Antritt in der internationalen „senior“-Klasse wagten. 

Das Ergebnis übertrifft die Erwartungen dabei bei weitem, sowohl hinsichtlich des Auflebens der St. Pöltner Russland-Kontakte, als auch in sportlicher Hinsicht, denn obwohl beide Mädchen nicht perfekt vorbereitet an den Start gehen konnten, gelangen ein 3. Platz am Stufenbarren und ein 6. Platz im Mehrkampf. 

Schmoll laboriert nach wie vor an ihrer Schulterverletzung, die ihre Stufenbarrenkür international nicht konkurrenzfähig macht. Kickinger, erst mit Jahresbeginn in die internationale senior-Klasse und den ÖFT-Nationalkader aufgerückt, hatte durch eine Knöchelverletzung und eine Erkältung im Vorfeld wochenlang kaum Balken und Boden trainieren können. Die Überraschung war daher groß, als sich beide Mädchen am ersten Wettkampftag an allen Geräten außer Sprung ins Geräte-Finale turnen konnten. Kickinger musste zwar insgesamt 4 Stürze in Kauf nehmen, die allesamt auf ihren noch rekonvaleszenten Knöchel gehen, erreichte jedoch auf ihrem Paradegerät Stufenbarren sogar die zweithöchste Punktwertung des Tages. Schmoll turnte sturzfrei und konnte ihr derzeit mögliches Maximum präsentieren, was ihr Rang 6 im Mehrkampf einbrachte. 

Am Finaltag zeigten sich die Strapazen des Vortags, dennoch konnte Kickinger ihre Stufenbarrenkür erneut erfolgreich präsentieren und sich hinter zwei Russinnen Bronze sichern. „Eine absolut tolle Leistung der beiden Mädchen“ zeigt sich Ausbildungsleiterin Hodi sehr zufrieden mit dem ersten Antritt in der internationalen Eliteklasse.  „Wir waren neugiereig, wie sich unsere Leistung unter Ländern wie Russland, Kazachstan, Usbekistan, Polen, Belarus und Norwegen einschätzen lässt“ erklärt Hodi ihre Motivation einen Antritt in Russland zu wagen. Resumè: „Wir brauchen uns nicht zu verstecken und werden weiter an der Stabilisierung der Übungen arbeiten“.