Schulausbildung und Leistungssport

Viele Jugendliche in Österreich haben die Begabung und das Talent zum Spitzensportler. Das Regelschulsystem bietet derzeit jedoch keine passende Schulform an, die eine intensive Sportausübung ermöglicht, ohne die angestrebte Schulausbildung zu vernachlässigen. Mit dem NÖ-Sport-Leistungs-Zentrum St.Pölten (SLZ) entstand 1997 ein Schulmodell, das sowohl den Anforderungen einer höheren Schulausbildung als auch den besonderen Bedürfnissen von Leistungssport gerecht wurde. Einzigartig in Österreich sind die drei angebotenen Schulformen. Neben dem Oberstufenrealgymnasium (BORGL) und der Bundeshandelsschule (BHASL) ist seit 2009 die Lower Austrian International School (L.A.I.S) im SLZ verankert, die mit der österreichischen Matura oder dem I.B.-Diploma abschließt.

Der  Unterschied zu vergleichbaren Oberstufenformen liegt darin, dass die Oberstufe im BORGL auf fünf und in der BHASL auf vier Jahre „gestreckt“ wird, um den für Spitzenleistungen notwendigen Trainingsaufwand zu gewährleisten. Eine weitere Besonderheit ist der täglich stattfindende Förderunterricht, der fixer Bestandteil im Unterrichtssystem ist, wodurch Schulabwesenheiten, die durch Wettkämpfe oder Trainingslager entstehen, kompensiert werden.

Abhängig vom Alter trainieren die Nachwuchshoffnungen bis zu zweimal täglich in ihren Sportarten. Abgerundet wird der Entwicklungsprozess mit einem zweimal in der Woche stattfindenden sportartübergreifenden Athletiktraining.

Aktuell sind 23 Sportarten im SLZ vertreten und nutzen die optimalen Bedingungen, um die größten Talente zu fördern.